
Hamburg-Rathaus. Floss, die Angry Feminist Technopop Sängerin war nach Berlin und Amsterdam im Rahmen des CSD nun auch bei der Hamburg Pride am 01. August.
Text und Fotos: Johanna Karajan (Veröffentlichung oder Weiterverwendung ausschließlich unter Urhebernennung gestattet!)
Am vergangenen Wochenende fand die Hamburg Pride im Zentrum der norddeutschen Metropole statt. Auch die Amsterdam Pride wurde an diesem Wochenende gefeiert. Am Samstag, dem 01. August 2026 feierte eine unsagbare Masse den Christopher Street Day mit einer Parade und einem ausgebreiteten Straßenfest. Nicht nur Zugehörige der homosexuellen und queeren Community feierten den Tag. Alle Menschen, die jegliche Art der Liebe unterstützen wollten, waren vor Ort. Im Rahmen der Pride lautet das Motto in Hamburg „Hamburg ist bunt“.
Das Hamburger Rathaus hisste die inklusive Progress-Pride Flagge. Auf dem Rathausplatz wurde eine große Bühne aufgestellt. Diese hatte ein umfangreiches Programm zu bieten. Kurz vor der Primetime trat zwischen 19:30 Uhr und 20:30 Uhr der Independent Artist Floss auf. Diese kennt man in Hamburg durch Sophie Ellis-Bextor („Murder On The Dancefloor“). Der Weltstar, der selbst heterosexuell orientiert ist, ist eine große Unterstützerin der LGBTQI+ Community. Sie wählte Floss als ihren Support-Act genau zehn Monate zuvor im Mojo Hamburg. Meinen Artikel dazu gibt es auf Sounds & Books hier zu lesen.
Die Techno-Pop Sängerin Floss ist nicht (nur) pretty in pink, sondern powerful in Pink. Sie steht für Selbstbestimmung, Selbstliebe und Empowerment. Besonders zeichnet sie sich durch ihren perfekten Gegenpart an der Technik, Freya mit ihrem immer ständigen Lächeln, aus. Aber Floss zeigt auch immer eine besondere Nähe zum Publikum und hat immer coole, interaktive Überraschungen am Start, durch die sie die Herzen der Fans für sich gewinnt. Während es im Oktober Luftballons waren, schenkte sie dieses Mal ihren P*ssy-Juice aus. In der Galerie gibt es alle Eindrücke ihrer Show.

Floss über die Hamburg Pride: „Das haben wir gebraucht“
Floss gab viel Power in Pink in ihrer Performance. Die selbst betitelte Angry Feminist Künstlerin riss die Menge, die sich über den gesamten Rathausplatz ausbreitete, mit ihren ehrlichen und schonungslos direkten Texten mit. Songs wie „Bikini“, „Avantgarde“ oder „Bass B*tch“, die als provokant ausgelegt werden könnten, holten jeden in der Menge ab. Nicht nur Menschen, die sich der LGBTQI+ Community zugehörig fühlen, sondern alle Menschen, die Hass, Erniedrigung oder Diskriminierung aufgrund ihres Daseins erfahren. Kein Wunder, dass Besucherinnen und Besucher der Hamburg Pride in die Berliner Sängerin schockverliebt haben und Fans auf den ersten Blick geworden sind. Die Sängerin machte deutlich, dass Hass keinen Platz hat, weder auf der Pride noch sonst irgendwo auf der Welt oder im Leben. Ihren Song „Bikini“ kündigte sie entsprechend an, dass jeder Body ein Bikini Body sei und wer sich danach fühlte einen zu tragen (besonders bei den heißen Temperaturen), einen Bikini tragen solle.
Unterstützt wurde Floss vor Ort von ihren Eltern. Beim Aftershow Meet & Greet begegnete Floss ihren Fans offen und zuvorkommend mit einem Lächeln, einer Umarmung und Autogrammen, wohin die Fans es wünschten. Im Interview mit Floss und Freya, der Frau am Sound, erzählte Freya, dass sie einige Bedenken hatten, nachdem sie bei der Berlin Pride während des Anschlags vor Ort waren. Dennoch haben sie ihr Pride-Programm konsequent durchgezogen. „Nach Berlin haben wir das in Hamburg gebraucht!“, so das Statement von Floss.
Ein ganz großes Shoutout get von mir persönlich an die süßeste Security, das unschlagbar coole Team von Floss und die tolle Community der Hamburg Pride, die eine großartig ausgelassene Laune und viel Zusammenhalt an den Tag gelegt haben.













